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Investmentcase Nachhaltige Lebensmittel

Wir befinden uns inmitten einer Revolution im Sektor der Lebensmittel. Wir wollen nicht nur mehr darüber wissen, was wir essen, sondern wir wollen auch wissen, wo die Nahrungsmittel herkommen.

Dies ist sicherlich kein Strohfeuer, sondern eine Antwort auf ein globales Problem, das gelöst werden muss.

Die globalen Nahrungsmittelsysteme haben bereits jetzt Mühe, die Ernährungsbedürfnisse der 7,8 Milliarden Menschen auf der Welt zu befriedigen.[1] Adipositas und damit zusammenhängende Krankheiten nehmen zu, die verheerenden Umweltauswirkungen nicht nachhaltiger Landwirtschafts- und Herstellungsprozesse zeichnen sich überdeutlich ab.

Wenn sich nichts ändert, werden diese Probleme nur noch schlimmer werden. Immerhin ist die Weltbevölkerung auf dem besten Weg, bis 2050 zehn Milliarden Menschen zu erreichen.[2]

Immer mehr Menschen erkennen, dass global viel auf dem Spiel steht. Jede Menge Unternehmen formieren oder positionieren sich daher neu, um unsere wachsende Nachfrage nach gesunden, erschwinglichen und nahrhaften Lebensmitteln zu befriedigen, die zudem mit umweltfreundlichen Methoden hergestellt werden.

Dies ist aus wirtschaftlicher Sicht durchaus sinnvoll.

Die Produkte und Verfahren, die nachhaltige Lebensmittel umgeben, stellen zusammengenommen einen enormen Wachstumsmarkt dar, der auch in Zukunft Bestand haben wird.

Ein Einstieg auf einem unteren Level ermöglicht es den Unternehmen nicht nur, der Erde etwas zurückzugeben, es könnte ihnen auch langfristig ein Vielfaches an Rendite einbringen.

Neben der Elektrifizierung von Fahrzeugen und dem Aufstieg erneuerbarer Energien sehen wir die heutige Nahrungsmittelrevolution als eine der Investitionsmöglichkeiten des Jahrhunderts.

 

Wie konnte es so weit kommen?

Einfach ausgedrückt: Die konventionellen Lebensmittelsysteme waren und sind nicht in der Lage, mit dem raschen Bevölkerungswachstum Schritt zu halten.

Da so viel mehr Menschen ernährt werden müssen, wurde der Schwerpunkt weg von der Ernährung und hin zur Versorgung mit so vielen Kalorien wie möglich und zu so geringen Kosten wie möglich verlagert.

Dieser Ansatz der „Größenvorteile“ hat zahllose schreckliche Konsequenzen nach sich gezogen.

Nehmen Sie als Beispiel den sprunghaften Anstieg des Verbrauchs preiswerter fossiler Brennstoffe, die mechanisierte Landwirtschaft, chemische Düngemittel, Lebensmittelverarbeitung und nicht nachhaltige Verpackungspraktiken.

Fragen Sie einen beliebigen Wissenschaftler – er wird Ihnen sagen, dass all dies zu unangenehmen Prozessen wie dem Abfluss von Düngemitteln, der Verschmutzung durch diffuse Quellen und Treibhausgasemissionen führt, die lokale, regionale und sogar globale Ökosysteme schädigen.

Wir haben darüber hinaus eine unverhältnismäßige Verlagerung der globalen Nahrungsmittelproduktion in weniger aufstrebende Märkte erlebt. Dies macht Sinn für die Unternehmen der ersten Welt, denn Arbeit und Steuern sind in diesen sich noch entwickelnden Ländern niedriger, während die Umweltbestimmungen lockerer sind.

Die Belastung für die Empfängerseite ist jedoch verheerend. Traditionelle Lebensmittelsysteme werden regelmäßig beschädigt oder zerstört, was sich auf die Gesundheit der Bevölkerung, die Ökosysteme und die Kulturen auswirkt.

Das World Resources Institute bringt das Ausmaß der Krise gut auf den Punkt:

„Ernährung des Planeten die Abholzung des größten Teils der weltweit verbliebenen Wälder, die Ausrottung Tausender weiterer Arten und die Freisetzung von Treibhausgasemissionen bedeuten. Das alles würde ausreichen, um die im Pariser Abkommen verankerten Erwärmungsziele von 1,5°C und 2°C zu übertreffen, selbst wenn die Emissionen aus allen anderen menschlichen Aktivitäten vollständig eliminiert würden.“[3]

Die gesundheitlichen Folgen sind eine ebenso unangenehme Lektüre. Wie Sie sich vorstellen können, hat die Konzentration auf Quantität statt auf Qualität die Qualität der Lebensmittel auf der ganzen Welt beeinträchtigt und zu einem starken Anstieg der damit verbundenen Krankheiten geführt.

Nach Angaben der International Diabetes Federation leben heute weltweit etwa 463 Millionen Menschen mit Diabetes. Diese Zahl wird bis 2045 auf fast 700 Millionen ansteigen.[4]

Aber die Dinge ändern sich

In den letzten Jahren hat sich weltweit eine deutliche Verschiebung weg von konventionellen Ernährungssystemen und hin zu nachhaltigen Ernährungssystemen vollzogen, sowohl auf Unternehmenseite als auch seitens der Bevölkerung.

Diese sind heute für viele, wenn nicht gar alle der 17 Mitglieder der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung von zentraler Bedeutung.[5]

Nachhaltige Lebensmittelsysteme tun ziemlich genau das, was sie im Kleingedruckten angeben: Sie versorgen die Menschen mit gesunden Lebensmitteln, sie schützen und verbessern gleichzeitig die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Netzwerke, die die Lebensmittel umgeben.

Dies umfasst alles von der Entwicklung nachhaltigerer Lebensmittelverteilungssysteme über die Schaffung nachhaltiger Ernährungsweisen bis hin zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen.

Unternehmen, die auf diese Ziele ausgerichtet sind, stellen die perfekte Mischung aus enormem Wachstumspotenzial und verantwortungsbewussten Betriebspraktiken dar.

Der Einstieg in das, was wir als nachhaltige Investitionsmöglichkeit einer Generation für die andere betrachten, sollte als ein Muss angesehen werden.

Es gibt diverse Untersektoren, über die man ein Engagement in diesen Bereich erreichen kann. Dazu gehören pflanzliche und organische Lebensmittel, Lebensmittelsicherheit und -prüfung, Präzisionslandwirtschaft und Agrarwissenschaft, Aquakultur an Land und nachhaltige Verpackung.[6]

Diese Sektoren mögen alle ein wenig „futuristisch“ erscheinen. Aber ob es Ihnen gefällt oder nicht: die nachhaltige Lebensmittelrevolution wird fortdauern, die langfristigen Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die Umwelt werden von vielen Nationen auf der ganzen Welt offensichtlich sehr ernst genommen.

Wenn nachhaltige Ernährungssysteme die Welt zu dominieren beginnen, ist das sehr wahrscheinlich für unsere Investitionsaussichten gesund und könnte darüber hinaus durchaus der Schlüssel für die Realisierung überdimensionaler Renditen sein. 

 

Verwandter ETF

RIZF: Rize Sustainable Future of Food UCITS ETF

 

Quelle:

[1] Worldometer, “World Population”, October 2020. Available at: https://www.worldometers.info/world-population/#:~:text=7.8%20Billion%20(2020),Nations%20estimates%20elaborated%20by%20Worldometer.

[2] United Nations, “The World’s Population Is Set to Reach 11 Billion by 2100”, 2018. Available at: https://www.statista.com/chart/3823/the-worlds-population-is-set-to-reach-11-billion-by-2100/

[3] World Research Institute, “Executive Summary (Synthesis)”, 2020, Available at: https://research.wri.org/wrr-food/executive-summary-synthesis

[4] International Diabetes Federation, “Facts and figures”, February 2020. Available at: https://www.idf.org/aboutdiabetes/what-is-diabetes/facts-figures.html

[6] Tematica Research, “Sustainable Future of Food Global Classification”, Pages 4-8. Available at: https://rizeetf.com/wp-content/uploads/2020/09/Tematica-Research-Sustainable-Future-of-Food-Global-Classification.pdf

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