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Trotz innenpolitischer Unruhe – die US-Wahlen sorgen für Optimismus in der Cannabis-Industrie

AUSGEWÄHLTER ARTIKEL

Highlights nach den US-Wahlen:

  • Am Wahltag verabschiedeten fünf US-Bundesstaaten insgesamt sechs Wahlinitiativen für legalisierte Cannabisprogramme.
  • Vier Bundesstaaten – Arizona, New Jersey, Montana und South Dakota – verabschiedeten Regelungen zum Konsum von Cannabis für Erwachsene. Mississippi und South Dakota legalisierten Cannabis für die medizinische Verwendung.
  • South Dakota schrieb als erster Bundesstaat Geschichte und verabschiedete mit einem einzigen Urnengang sowohl Freizeit- als auch medizinische Cannabisprogramme.
  • Zusammen mit den Einnahmen aus den neuen Bundesstaaten wird der gesamte US-Markt für legales Cannabis bis 2025 voraussichtlich 38,3 Milliarden US-Dollar erreichen.
  • Die Legalisierung des Freizeitmarktes in New Jersey dient als Katalysator für die Expansion und Normalisierung von Cannabisprogrammen im Nordosten der USA und an der Ostküste.
  • Ungefähr 234 Millionen Menschen – die Mehrheit der US-Amerikaner – haben nun auf legale Weise entweder zum medizinischen Cannabismarkt oder zu einem Markt für Erwachsenenkonsum Zugang.

Inmitten von Disruptionen, ausgelöst durch die COVID-19-Pandemie und des in der modernen Geschichte der USA umstrittensten Präsidentschaftswahlkampfes, brachten die US-Wahlen historische Meilensteine zugunsten der legalen Cannabisindustrie mit sich.

Trotz eines scharf zwischen blauen und roten Staaten geteilten Wahlgremiums, und eines Kulturkrieges mit spalterisch agierenden Fraktionen und einer Vielzahl von Echokammern in den sozialen Medien stellte sich eine breite Popularität zugunsten der Legalisierung von Cannabis und der Reform der Politik ein.

Seit mehr als einer Dekade dokumentieren Marktforscher wie Gallup und Pew Research Center, dass fast zwei Drittel (66 Prozent) der erwachsenen US-Amerikaner die Legalisierung unterstützen. Laut Pew befürwortet sogar eine überwältigende Mehrheit von 91 Prozent die Legalisierung von Cannabis in irgendeiner Form, wenn man die Befürworter beider Cannabis-Varianten (59 Prozent) und die nur medizinischen Gebrauch unterstützende Gruppe zusammenzählt (32 Prozent).

Referenden aus fünf politisch unterschiedlichen und regional entfernten Staaten (Arizona, Mississippi, Montana, New Jersey und South Dakota) bestätigten vergangene Woche, dass sich die Cannabisreform sogar in dem derzeit polarisierten kulturellen Klima als ein Thema gemeinsamen Interesses etabliert hat.

In Arizona, Montana, New Jersey und South Dakota stimmten die Einwohner letzte Woche jeweils dafür, den Cannabis-Konsum für Erwachsene zu legalisieren. Im Jahr 2016 hatte Arizona es knapp versäumt, eine ähnliche Regelung zu verabschieden. Angesichts dessen, dass all diese Staaten traditionell konservativ eingestellt sind, warf dieses Verhalten Fragen zur Motivation rund um das Thema auf. Allerdings scheinen diese Zweifel vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen vorerst geklärt, denn die Unterstützung wurde zugesichert (Arizona 60 Prozent, Montana 58 Prozent, South Dakota 53 Prozent).

South Dakota erwies sich als einzigartiger Fall, da der Staat am Mount Rushmore mit einem Schlag sowohl Freizeit- als auch medizinischen Cannabis legalisierte. Bis dato hatte jeder Bundesstaat, der in der Vergangenheit eine Regelung zur Verwendung von Cannabis für Erwachsene verabschiedet hatte, zuvor einen funktionierenden medizinischen Markt eingerichtet. South Dakota ist hier eine Ausnahme. Der Bundestaat verabschiedete als erster beide Programme im selben Wahlzyklus und zeigt damit, dass eine Vorgehensweise in Stufen nicht länger Voraussetzung für die vollständige Legalisierung ist – obwohl die medizinische Initiative des Bundesstaates mit 69 Prozent Zustimmung innerhalb der Wählerschaft eindeutiger verabschiedet wurde, als die Regelung zum Erwachsenenkonsum, die 53 Prozent der Wahlberechtigten annahmen.

Mississippi ging mit der Legalisierung von medizinischem Cannabis einen Sonderweg, denn hier wurden zwei konkurrierende Gesetzesentwürfe vorgelegt. Die Wähler bevorzugten mit überwältigender Mehrheit einen von den Bürgern unterstützten Vorschlag (Initiative 65) gegenüber einer restriktiveren, von der Regierung entworfenen Maßnahme (Initiative 65A). Damit schloss sich der Magnolia-Staat Florida als zweiter Staat des tiefen Südens der Cannabis-Legalisierung an.

New Frontier Data zufolge wird der legale US-Cannabismarkt dieses Jahr einen Umsatz von über 19,1 Milliarden Dollar erzielen. In Zukunft dürfte der Markt einen Aufschwung erfahren und so bisherige Projektionen revidieren, die von Umsatzzahlen in Höhe von 35,1 Milliarden US-Dollar in den nächsten fünf Jahren ausgingen. Diese werden nun um mehr als neun Prozent, das entspricht 3,2 Milliarden US-Dollar ansteigen – auf satte 38,3 Milliarden bis zum Jahr 2025.

Unter Betrachtung der fünf neuen Cannabismärkte in den USA fällt auf, dass sich die bevorstehende Einführung eines Marktes für Erwachsene in New Jersey wahrscheinlich als Katalysator für die Legalisierung im gesamten Nordosten erweisen wird. Die Situation in New Jersey ist so gut wie eine Garantie dafür, dass die Nachbarstaaten New York und Pennsylvania, die zu den sechsgrößten Städten der USA zählen, laut aktuellen Aussagen ihrer jeweiligen Gouverneure in den nächsten 12 bis 18 Monaten Freizeitmärkte einführen. Mit dieser Durchdringung sowie den sozioökonomischen Vorteilen werden sie den Markt in anderen mittelatlantischen Staaten (z.B. Delaware, Maryland und Virginia) entlang der Ostküste vor den nächsten Präsidentschaftswahlen normalisieren.

Weitere Ergebnisse hängen auch vom Rahmen für die politischen Repräsentanten ab. Die meisten Amerikaner – etwa 234 Millionen Menschen – werden nun entweder in einem legalisierten Markt für Medizin oder für Freizeitkonsum leben. Dementsprechend werden ganze 72 Prozent der Kongressabgeordneten Wähler vertreten, die sich inmitten eines legalen Marktes befinden.

Im Rahmen der neuen Amtszeit werden der neue Präsident, der Senat und das Repräsentantenhaus die Einzelheiten der Föderalreform und deren weitere Ausrichtung bestimmen. In der Zwischenzeit ist vieles noch ungewiss – unter anderem die Auswirkungen der Pandemie, die nationale Wirtschaft und die neue landesweite Normalität. Der Status quo bietet jedoch bereits heute eine fruchtbare Basis für Investition und Wachstum auf den staatlichen Märkten der USA.

In der Zwischenzeit wird New Frontier Data den Markt weiterhin beobachten, neue und immer umfassendere Daten sammeln, sowie Analysen und Marktaussichten laufend verfeinern, um die Geschäfts- und Politikstrategien der jeweiligen Interessengruppen künftig noch besser zu unterstützen.

 

Dieses Feature stammt von New Frontier Data. Rize ETF Ltd gibt keinerlei Zusicherungen oder Gewährleistungen, weder ausdrücklich noch stillschweigend, hinsichtlich der Vollständigkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit oder Eignung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen.

 

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BLUM: Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETF

 

Verweise:

  1. New Frontier Data, “Despite Domestic Disruptions, US Elections Provide Optimism for Cannabis Industry”, November 2020. Available at: https://newfrontierdata.com/cannabis-insights/despite-domestic-disruptions-u-s-elections-provide-optimism-for-cannabis-industry/
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