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Machen Sie sich mit Ihrer medizinischen Cannabis-Exposition vertraut

Die medizinische Cannabis-Bewegung ist dabei, die Biotechnologie-, Pharma- und Wellness-Branche aufzumischen. Heute wird der Markt von starkem Rückenwind getragen, darunter eine günstige Gesetzgebung, steigende gesellschaftliche Akzeptanz, eine Flut öffentlicher und privater Investitionen und eine bereits erprobte Bandbreite therapeutischer Anwendungen. Wir befinden uns am Anfang eines mehrjährigen Aufschwungs dieser Branche, da das mit Cannabis verbundene Stigma beseitigt wird und die Cannabispflanze in der modernen Medizin Fuß fasst. Für Investoren stellt dies eine spannende Investitionsmöglichkeit dar. Denn Liberalisierung, Legalisierung und Medikalisierung schreiten in einem beispiellosen Tempo voran und wir erwarten eine mehrfache Expansion der Unternehmen, die davon profitieren werden.

Aber wie können Investoren heute in den medizinischen Cannabis-Sektor einsteigen? Und worauf sollten sie bei der Auswahl eines für sie geeigneten ETFs achten? In diesem Beitrag widmen wir uns der sogenannten PLANT-Methodik. Diese beschreibt nicht nur die verschiedene Aspekte in der Konstruktion unseres ETFs, sondern sie dient auch als hilfreicher Leitfaden für Anleger, wenn sie verschiedene Investment-Angebote bewerten wollen.

 

Die PLANT-Methode

Die PLANT-Methode beschreibt eine fünfstufige Anleitung zur Analyse von Engagements in medizinisches Cannabis. Die Methodik richtet sich an professionelle Investoren, die in den aufstrebenden-Sektor investieren möchten.

 

Überlegung #1

Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Engagement nach den Anti-Geldwäsche-Bestimmungen („AML“) in Ihrer Gerichtsbarkeit zulässig ist oder nicht. Ein guter Ausgangspunkt ist es, ein Cannabis-Engagement in seine verschiedenen Untersektoren zu zerlegen. Im Großen und Ganzen besteht die Cannabisbranche (Anmerkung: Wir sprechen hier NICHT speziell über die medizinische Cannabisbranche) aus sieben wichtigen Untersektoren: Biotechnologie/Pharma, Big Pharma, Hanf & CBD, Agri-Tech & Zubehör, Nebenprodukte, Nebendienstleistungen und Anbau & Einzelhandel. Während die ersten vier Untersektoren dem „medizinischen“ Cannabis-Ökosystem zugeordnet werden können, gilt dies für die letzten drei nicht. Daher sollte jedes gut aufgebaute Engagement, das speziell auf den medizinischen Cannabissektor abzielt, diese drei Untersektoren ausschließen. Der Grund dafür ist, dass alle drei dieser Subsektoren eng mit dem „Freizeit“-Cannabis oder „Erwachsenen“-Cannabis verbunden sind. Für in Großbritannien ansässige Investoren sind Investitionen in diese beiden Bereiche aufgrund der strengen britischen AML-Vorschriften nicht zulässig.

Für alle europäischen Investoren (UK und EU) ist es außerdem wichtig zu wissen, ob die Unternehmen, in die sie investieren, in den jeweiligen Ländern legal tätig sind. Wir haben Beispiele von in den USA ansässigen Unternehmen gesehen, die auf Ebene der Bundesstaaten legal operieren, aber nicht auf US-Bundesebene. Investitionen in solche Unternehmen sind sowohl in Großbritannien als auch in der EU verboten. Zudem müssen Investoren darauf achten, was sie halten, um nicht versehentlich gegen AML-Vorschriften im Zusammenhang mit ihren Investitionsaktivitäten zu verstoßen. Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung oder werfen Sie einen Blick auf unsere Rize Global Medical Cannabis Exclusion List, in der wir einige problematische Unternehmen hervorgehoben haben.

Überlegung #2

Überprüfen Sie die Liquidität Ihres Portfolios. Hier sprechen wir speziell über die Liquidität der Aktien in einem ETF, nicht über die Liquidität der ETF-Anteile selbst (Anmerkung: ETF-Anteile werden an der Börse gehandelt). In einem Sektor wie medizinisches Cannabis, der noch sehr neu und im Wachstum begriffen ist und in dem das Universum der in Frage kommenden Aktien kleiner ist als bei etablierteren Themen, ist die Steuerung des Liquiditätsrisikos in Ihrem Portfolio wichtig. Wir sind der Meinung, dass die beste Art und Weise, in den medizinischen Cannabissektor zu investieren, darin besteht, sich auf die Liquidität der einzelnen Aktien zu konzentrieren.

 

Überlegung #3

Achten Sie darauf, ob das den Index/ETF speisende Aktienuniversum aktiv recherchiert wird. Heutzutage ist es gängig, dass ETF-Anbieter bei der Erstellung eines thematischen ETFs Indizes „von der Stange“ von den großen „üblichen Verdächtigen“ Indexanbietern lizenzieren. Dies steht im Gegensatz zu einem neueren Ansatz anderer ETF-Anbietern (einschließlich Rize ETF) welche die Indices intern auf einer maßgeschneiderten Basis herstellen (typischerweise in Zusammenarbeit mit einer auf Sektoren-/Themen spezialisierten Research-Firma), ein Prozess, der viele Monate dauert und zu einem sorgfältiger kuratierten Portfolio von Unternehmen führt. Es ist daher entscheidend, dass Anleger zwischen Engagements, die maßgeschneidert sind und solchen, die es nicht sind, unterscheiden. Was den Rize ETF betrifft, so nutzt unsere Arbeit in den medizinischen Cannabis-Sektoren das Research und die analytischen Erkenntnisse von New Frontier Data mit Sitz in den USA, ein weltweit führendes Unternehmen für Informationen aus der Cannabisbranche.

 

Überlegung #4

Prüfen Sie, ob der ETF global oder nur in nordamerikanische Aktien investiert. Die Mehrheit der heute auf dem Markt befindlichen Cannabis-ETFs investiert fast ausschließlich in nordamerikanische Aktien. Kluge Allokatoren wissen jedoch inzwischen, dass die medizinische Cannabis-Chance global aufgestellt ist.[1] Heute gibt es genau 68 Länder, in denen Cannabis für den medizinischen Gebrauch legal ist.  Und der Markt expandiert schnell. Daher muss jedes Engagement im medizinischen Cannabissektor global sein, wenn es die heutigen Möglichkeiten für medizinisches Cannabis richtig darstellen soll. Es sollte die Entwicklungen in Ländern wie Australien, Israel, Hongkong, Thailand, der Schweiz und Kolumbien nicht außer Acht lassen, die allesamt inzwischen aufstrebende Märkte sind. Um es klar zu sagen – wir investieren hier bei Rize ETF global.

 

Überlegung #5

Kontrollieren Sie, ob es im ETF ein Tabak-Engagement (oder andere problematische Engagements) gibt. Leider investieren eine Reihe von Cannabis-Engagements da draußen in Tabaknamen wie 22nd Century Group und Turning Point Brands. Selbstverständlich haben diese Unternehmen nichts mit der globalen medizinischen Cannabis-Chance zu tun und sollten daher in einem richtig aufgebauten medizinischen Cannabis-Engagement ausgeschlossen werden. Für einen ESG-bewussten Investor birgt ein Engagement in solchen Titel zudem andere Risiken, insbesondere wenn er sich unbeabsichtigt exponiert, ohne es zu wissen.

 

Verwandter ETF

BLUM: Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETF

 

Verweise:

[1] New Frontier Data, “New Frontier Data’s Analysts Offer Predictions for the Year Ahead”, January 2021. Available at: https://newfrontierdata.com/cannabis-insights/new-frontier-datas-analysts-offer-predictions-for-the-year-ahead/

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