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Die globalen Umwelt- und Klimakrisen

Am 23. Juli 2021 debütierte der Rize Environmental Impact 100 UCITS ETF (WRLD) an der London Stock Exchange und Deutsche Börse Xetra. WRLD strebt danach, in die 100 Unternehmen zu investieren, die als innovativste und einflussreichste Player im Bereich der Nachhaltigkeitswende Lösungswege für die weltweit dringendsten klima- und umweltbezogenen Herausforderungen entwickeln und anwenden, und von diesen profitieren könnten. Dazu gehören führende und innovative Unternehmen in den Bereichen Sauberes Wasser, Elektromobilität, erneuerbare Energien und Wasserstoff, Energieeffizienz, Abfall- und Kreislaufwirtschaft sowie Naturbasierte Lösungen. WRLD wurde mit dem Ziel entworfen, die sechs in der Taxonomie-Verordnung der Europäischen Kommission festgelegten Umweltziele zu verfolgen: (1) Klimaschutz, (2) Anpassung an den Klimawandel, (3) nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen, (4) Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, (5) Abfallvermeidung und Recycling und (6) der Schutz und die Wiederherstellung von Biodiversität und Ökosystemen.

 

Der Klimawandel ist ohne Zweifel die größte, umwelttechnische Herausforderung unserer Zeit. Er findet statt; die Temperaturen steigen, Dürren und Flächenbrände finden häufiger statt, die Regenmuster verändern sich, Gletscher und Meereisdecken gehen zurück, Dauerfrostböden tauen auf, Wüsten weiten sich aus und der globale mittlere Meeresspiegel steigt. Und zugleich ist der Klimawandel nicht die einzige Herausforderung, wenn es um das Thema Umwelt geht. Menschliche Aktivitäten sind direkt für die fortlaufende Zerstörung, Fragmentierung und Degradierung der verbleibenden natürlichen Ressourcen, Lebensräume und Biodiversität der Erde verantwortlich, die – lässt man sie ungehindert weiter geschehen – katastrophale Auswirkungen auf die Qualität unserer Luft, unseres Bodens und unseres Wassers haben werden und damit auf unsere Fähigkeit, uns selbst zu ernähren und zu erhalten, ganz zu schweigen davon, den Rest der Wildnis und Vitalität der Erde.

Glücklicherweise hat in den letzten Jahren ein Wandel des gesellschaftlichen Bewusstseins zu einer Trendwende des bewussten Konsums und der technologischen Innovation geführt, die sich eignen könnten, diese Herausforderungen zu bewältigen und zu beheben. Noch steht uns das Versprechen grüneren Zukunft offen – vorausgesetzt, wir investieren jetzt in vielversprechende Lösungen, die einen sinnvollen und weitreichenden Wandel bewirken können.

Klimawandel

Für die Bekämpfung des Klimawandels habe wir begrenzte Zeit zur Verfügung, und die Uhr läuft schneller je zuvor. Laut dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), einem zwischenstaatlichen Gremium der Vereinten Nationen (UN), das sich zum Ziel gesetzt hat, objektive, wissenschaftliche Informationen über den Klimawandel bereitzustellen, würde eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C „schnelle und weitreichende“ Veränderungen in den Bereichen Land, Energie, Industrie, Gebäude, Verkehr und Städte erfordern. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die globalen anthropogenen (d.h. vom Menschen verursachten) Emissionen von Kohlendioxid (CO2) bis 2030 um etwa 45 Prozent gegenüber dem Niveau von 2010 sinken und etwa im Jahr 2050 eine „Netto-Null“ erreichen. Während die Wissenschaft einerseits mitteilt, dass der Klimawandel unumstößlich ist, sagt sie uns auch, dass es noch nicht zu spät ist ihn aufzuhalten. Neue und effiziente Technologien können uns helfen, Emissionen zu reduzieren und eine sauberere Welt zu schaffen. Für mehr als 70 Prozent der heutigen Emissionen gibt es bereits leicht verfügbare technologische Lösungen, und eine Reihe aufregender neuer und zunehmend effizienter Technologien befinden sich in verschiedenen Stadien der Entwicklung und Einführung.

 

Luft- und Bodenverschmutzung

Trotz einiger regionaler Verbesserungen bei der Luft- und Bodenverschmutzung – meist in den entwickelten Ländern der Welt – bleibt das Problem ein globales, das dringend angegangen werden muss. So ist beispielsweise die Luftverschmutzung, die durch den Ausstoß von Partikeln und toxischen Gasen aus Verbrennungsmotoren, Kraftwerken für fossile Brennstoffe und Industrieanlagen verursacht wird, einer der weltweit führenden Risikofaktoren für den Tod, der für 9 Prozent der Todesfälle weltweit verantwortlich gemacht wird. Die Bodenverschmutzung, die aus der Freisetzung von unbehandelten Nebenprodukten industrieller Aktivitäten, Abwässern aus der Viehzucht, Agrochemikalien und Siedlungsabfällen in die Umwelt resultiert, kontaminiert den Boden und bedroht die Ernährungssicherheit von mindestens 3,2 Milliarden Menschen – 40 Prozent der Weltbevölkerung. Es gibt jedoch bereits technologische Lösungen, die die Luft- und Bodenverschmutzung erheblich reduzieren können, und sie werden weltweit zunehmend eingesetzt. Lösungen zur Verschmutzungsbekämpfung und Kreislaufwirtschaft sind bereits milliardenschwere Industriezweige und werden in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich erheblich wachsen.

 

Wasserqualität and -verfügbarkeit

Wie beim Thema Luft- und Bodenverschmutzung wurden auch bei der Wasserqualität und -verfügbarkeit weltweit erhebliche Fortschritte erzielt, insbesondere in den Industrie- und Schwellenländern. Dennoch schätzt die UN, dass jeder dritte Mensch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat. Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird sich die „Blue Economy“, zu der die Wirtschaft im Zusammenhang mit den Ozeanen zählt, bis 2030 voraussichtlich verdoppeln und 3 Billionen US-Dollar erreichen. Die Investitionen, die erforderlich sind, um die Nachhaltigkeit der Blue Economy zu verbessern, sind in der Tat noch größer als die, die für landbasierte Initiativen erforderlich sind. Gemessen an den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) haben wasserbezogene Initiativen bisher den geringsten Anteil an Investitionen angezogen (3,5 Prozent). Mit der zunehmenden Erkenntnis, dass mehr getan werden muss, um die Nachhaltigkeit der Wasserressourcen und des Lebens und der Gesundheit der Meere sicherzustellen, sehen die Wachstumschancen für Investoren mittel- bis langfristig weiterhin attraktiv aus.

Verlust von natürlichem Lebensraum und Biodiversität

Schließlich scheint die sichtbarste Herausforderung, die selbst die größten Zyniker des Klimawandels nicht ignorieren können: der Verlust des natürlichen Lebensraums und der Artenvielfalt der Erde. Die Schäden an einigen der artenreichsten Regionen der Erde, darunter unserer berühmtesten Wälder (z. B. der Amazonas, der Kongo und die Taiga), können heute dank der Hilfe von Satelliten aus dem Weltraum betrachtet und verfolgt werden. Doch während die Spuren in der Landschaft offensichtlich sind, ist der daraus resultierende Rückgang der Tierwelt und der Artenvielfalt weniger offensichtlich. Wir alle sind uns der öffentlichkeitswirksamen Bedrohung der großen „Tierstars“ wie dem Tiger, dem Elefanten und dem Eisbären bewusst. Aber was ist mit den Millionen kleiner Säugetier-, Vogel-, Reptilien-, Amphibien- und Fischarten, die in aller Stille mit noch nie dagewesener Geschwindigkeit verschwinden? Zwischen 1970 und 2016 haben wir einen Rückgang der Populationen von überwachten Wirbeltierarten um 68 Prozent beobachtet. Der Verlust an natürlichem Lebensraum und Wildnis wird hauptsächlich durch Landnutzungsänderungen verursacht (d. h. die Umwandlung von natürlichem Lebensraum wie Wäldern oder Grasland in landwirtschaftliche, städtische oder industrielle Flächen). Aber auch der Klimawandel, die Umweltverschmutzung und die übermäßige Ausbeutung natürlicher Ressourcen wie Holz durch den Menschen tragen in hohem Maße zum Schaden bei.

Ein kürzlich von der britischen Regierung in Auftrag gegebener Bericht schätzt, dass sich das erwirtschaftete Humankapital pro Person zwischen 1992 und 2014 verdoppelt hat, der Bestand an Naturkapital pro Person jedoch um fast 40 Prozent zurückgegangen ist. Bei diesem Tempo würden wir 1,6 Erden benötigen, um den derzeitigen Lebensstandard der Welt zu erhalten. Viele Wissenschaftler glauben, dass ein sechstes Massenaussterben des Lebens bereits im Gange ist und sich zunehmend beschleunigt.

In den vergangenen Jahren haben Regierungen, Unternehmen und Investoren begonnen, diese Umweltrisiken wahrzunehmen. In seinem 16. Global Risks Report stellte das Weltwirtschaftsforum fest, wenn Umweltrisiken nicht adressiert werden, „wird die Umweltzerstörung mit der gesellschaftlichen Fragmentierung kollidieren“ und fatale Folgen nach sich ziehen. Zudem bieten die beiden großen internationalen Konferenzen im Jahr 2021 – die 15. Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (COP15) und die 26. Konferenz der Vertragsparteien der UN-Klimarahmenkonvention (COP26) – bedeutende Chancen, eine neue, ehrgeizige Richtung für das kommende Jahrzehnt vorzugeben. In Kombination mit der zunehmenden Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch Sender wie BBC und Netflix glauben wir, dass umweltfreundliche und naturbasierte Lösungen eines der vielversprechendsten Anlagegebiete der Zukunft sein werden, da ökologisch orientiertes Investieren weltweit weiter an Fahrt gewinnt. Zu den Investitionsmöglichkeiten, die für dieses Thema relevant sind, gehören u. a. naturbasierte Lebensraumsanierung, Wasserfiltration, Erosions- und Überschwemmungsschutzsysteme und vieles mehr.

 

Verwandter ETF

WRLDRize Environmental Impact 100 UCITS ETF

 

Quellen

Sustainable Market Strategies, “SMS Environmental Impact Opportunities Thematic Classification”, Pages 4, 5 and 6. Available at: https://rizeetf.com/wp-content/uploads/2021/07/SMS-Environmental-Impact-Opportunities-Thematic-Classification.pdf

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