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Der Kampf für die Umwelt geht über CO2 hinaus – Warum der Blick aufs große Ganze die Details nicht aussparen darf

Nun bestehen keine Zweifel mehr – die globale Erderwärmung wird immer spürbarer und erweist sich als eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Vor kurzem veröffentlichte der Internationale Ausschuss für Klimawandel (IPCC) einen ernüchternden Bericht über die Auswirkungen und Ursachen des Klimawandels. Die Conclusio? Der Klimawandel ist akut, katastrophal und allein wir sind daran schuld.[1]

Der momentane Zustand unserer Erde, der von steigenden Temperaturen und Meeresspiegeln, schmelzenden Gletschern, auftauendem Permafrost, veränderten Niederschlagsmustern oder immer häufiger auftretenden Überschwemmungen und Waldbränden, geprägt ist, scheint jedoch nur ein bitterer Vorgeschmack einer herausfordernden Zeit zu sein, sollten nicht sofort drastische Maßnahmen in die Wege geleitet werden.

Die wissenschaftlichen Belege räumen selbst die letzten Zweifel aus dem Weg: Die ständige Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre verursacht schwere und möglicherweise irreversible Schäden für künftige Generationen und zerstört gleichzeitig die natürlichen Schutzmechanismen der Erde.

Außerdem kommt hinzu, dass der Klimawandel, so verheerend er auch sein mag, nicht die einzige umweltbedingte Problematik unserer Zeit ist. Mittlerweile weiß man von unzähligen Problemen, die sich aus der jahrelangen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen ergaben – Ressourcen, die uns die Erde praktisch umsonst überlassen hat – und doch zu einem enormen Preis.

Während unser Planet in den letzten Jahrzehnten noch genügend Ressourcen für unsere ständig zunehmenden Bedürfnisse zur Verfügung stellen konnte, setzte die Zerstörung der Welt, wie wir sie kennen, so rasant ein, dass Teile der Erde nun nicht mehr für die landwirtschaftliche Nutzung geeignet, unbewohnbar geworden und nicht wiederzuerkennen sind.

Tatsache ist, dass es nicht reicht, den Klimawandel zu bewältigen, um unsere Welt am Leben zu halten. Daneben müssen wir auch eine große Zahl anderer Probleme bekämpfen, darunter Luftverschmutzung, Abfallentsorgung, Wasserschwund, Zerstörung der Bodenbedeckung, Meeresversauerung und den Verlust der biologischen Vielfalt.

Entgegen der häufigen Fehlannahme können genannte diese ökologischen Katastrophen allerdings nicht durch die bloße Reduzierung von CO2-Emissionen gestoppt werden. Vielmehr müssen wir zurück zu Grundprinzipien – hierbei sind mutige Ideen wissenschaftlichen Ursprungs gefragt, die dafür ausgelegt sind, mithilfe von Technologie Lösungen für Umweltprobleme zu finden.

Das mag zwar schwierig klingen – und das wird es auch sein – aber die ersten Anzeichen eines positiven Wandels lassen sich jetzt schon blicken.

Wir befinden uns in der Anfangsphase dessen, was Al Gore die „Nachhaltigkeitsrevolution“ nennt. Diese Revolution, so Gore, wird das Ausmaß der „Industriellen Revolution“, aber die Geschwindigkeit der „digitalen Revolution“ haben.[2]

Diese eindringliche Aussage ist eine Anspielung auf die unglaubliche Zahl von Unternehmen, die aktuell zum Vorschein kommen, um nicht nur den Klimawandel, sondern alle ökologischen Herausforderungen in Angriff zu nehmen.

Diese Konzerne spielen eine wesentliche Rolle in dem immer drängenderen Kampf um die Erhaltung der Welt, wie wir sie kennen, und zeichnen sich durch ihre Fähigkeit und ihren Willen aus, einen bedeutenden Einfluss auf die Umwelt auszuüben. Hier sind einige der Bereiche, in denen Investoren nach unserer Ansicht die Chance haben, das Wachstum spannender und innovativer Unternehmen zu unterstützen, die sich mit den dringenden Problemen unseres Planeten befassen:

Luft- und Bodenverschmutzung

Trotz der zunehmenden Bemühungen zur Bekämpfung der Luft- und Bodenverschmutzung – insbesondere in den Industrieländern – bleiben diese Problemzonen noch bestehen. Überzeugen Sie sich selbst:

  • Giftige Partikel und Gase, die von Verbrennungsmotoren, fossil befeuerten Kraftwerken und Industrieanlagen ausgestoßen werden, sind derzeit für 18 Prozent der menschlichen Todesfälle weltweit verantwortlich.[3]
  • Derzeit sind mindestens 3,2 Milliarden Menschen – 40 Prozent der Weltbevölkerung – von der Verschlechterung der Böden betroffen. [4]  

Heute entwickeln immer mehr Unternehmen weltweit technologische Lösungen, um diese Probleme zu überwinden. Tatsächlich sind Konzepte für Umweltschutz und Lösungen in Form einer Kreislaufwirtschaft bereits milliardenschwere Wirtschaftsbereiche, die in den kommenden Jahrzehnten noch weiterwachsen dürften.

Ein Name, der für dieses langfristige Wachstum steht, ist Donaldson, ein Hersteller von Filterungs- und Umweltschutzsystemen. Die Vorschriften des Gesetzes zur Luftreinhaltung werden weltweit immer strenger, und Donaldson steht an vorderster Front dieses Systemwechsels. Das Unternehmen bietet hochmoderne Systeme zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung für aus Nachhaltigkeitsperspektive problematische Branchen wie Bau und Bergbau an.

 

Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

In einem Bericht von UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation aus dem Jahr 2019 wurde festgestellt, dass jeder dritte Mensch auf der Welt derzeit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat.[5] Darüber hinaus verfügen 4,2 Milliarden Menschen über keine sichere Abwasserentsorgung, und 3 Milliarden haben keine Möglichkeit, sich die Hände zu waschen.[6]

Nach Angaben der OECD werden sich die Investitionen in diesem Bereich bis zum Jahr 2030 verdoppeln und in diesem Zeitraum ganze 3 Billionen Dollar betragen.[7]

Ein Unternehmen, das bei der nachhaltigen Nutzung und dem Schutz von Wasser eine Vorreiterrolle spielt, ist Kurita in Japan. Das Unternehmen entwickelt Systeme, die Wasser recyceln, Abfälle reduzieren oder sie in Brennstoffe umwandeln, und die Umweltbelastung ihrer Kunden damit smassiv zu verringern.

Da das Thema Wasser zunehmend in das Blickfeld von Investoren, politischen Entscheidungsträgern und Aufsichtsbehörden gelangt, ist Kurita hervorragend positioniert, um von dem unvermeidlichen Zufluss an nachhaltigem Kapital zu profitieren.

Verlust von natürlichen Lebensräumen und Spezies

Zwischen 1970 und 2016 ist der Bestand der überwachten Wirbeltierarten um 68 Prozent zurückgegangen.[8]

Das sind mehr als zwei Drittel – daher dürfte es keine Überraschung sein, dass viele Wissenschaftler nun glauben, dass ein sechstes Massenaussterben im Gange ist und immer schneller von Statten geht. 

Der Bevölkerungsrückgang ist in erster Linie auf den Verlust von natürlichen Lebensräumen und Wildnis zurückzuführen. Dieser wiederum wird durch die Umwandlung von Flächen wie Wäldern und Grasland in landwirtschaftliche, städtische oder industrielle Gebiete (d. h. Landnutzungsänderung) vorangetrieben.

Dies hat zu einer wachsenden Zahl von Unternehmen geführt, die daran arbeiten, den Bestand an sogenanntem Naturkapital, das wir pro Person verbrauchen, zu verringern.

Der größte private Waldbesitzer Europas, SCA, schließt zum Beispiel Gebiete, die wichtige Lebensräume für empfindliche Tiere und Pflanzen darstellen, von seiner Waldbewirtschaftung aus. Insgesamt hat SCA derzeit 400.000 Hektar verschiedener Lebensräume von der Bewirtschaftung ausgeschlossen – das sind mehr als dreihunderttausend Fußballfelder.[9]

Demzufolge werden Unternehmen wie SCA am meisten davon profitieren, da der Schutz und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme weltweit immer mehr in den Fokus rücken.

 

Ausweitung des Netzes für Umweltinvestitionen  

Es ist eine Tatsache, dass die Bewältigung der Treibhausgasemissionen zum Synonym für das „Aufhalten“ des Klimawandels geworden ist. Treibhausgasemissionen haben die meiste Aufmerksamkeit von Investoren und das meiste Kapital von Aktieninhabern auf sich gezogen, weshalb viele „Umwelt“-Fonds eigentlich „CO2-Vermeidungs-Fonds“ sind.

Daran gibt es jedoch nichts auszusetzen – Investitionen in diesem Bereich sind eine gute Möglichkeit, der Welt etwas zurückzugeben und gleichzeitig an einer schnell wachsenden, nachhaltigen Wirtschaft teilzuhaben.

Allerdings gehen unsere ökologischen Herausforderungen weit über den Klimawandel und die Vermeidung von CO2-Emissionen hinaus. Und es gibt viele weitere Bereiche, die dringend unserer Aufmerksamkeit und unseres Schutzes bedürfen. 

Die Ausweitung des „Investitions-Netzes“ auf alle Umweltthemen, etwa wie die drei bereits genannten, bietet die Möglichkeit, mehr als nur eine kleine Nebenrolle in der globalen Nachhaltigkeitsrevolution zu spielen.

Schließlich geht es beim Schutz unseres Planeten um Leben und Tod – jede Investition, die dieses Unterfangen unterstützt, hat das Potenzial, positive Erträge zu erzielen, während wir im Laufe der nächsten Jahrzehnte in die Wiedergutmachung unserer vergangenen Verfehlungen zum Schaden der Natur investieren werden.

 

Verwandter ETF

WRLDRize Environmental Impact 100 UCITS ETF

 

Quellen

[1] BBC, “Climate change: IPCC report is code red for humanity”, August 2021. Abrufbar unter: https://www.bbc.co.uk/news/science-environment-58130705

[2] Deutsche Bank, “Al Gore tells millennial clients that sustainability is biggest investment opportunity in history”, November 2019. Abrufbar unter: https://www.db.com/newsroom_news/2019/al-gore-tells-millennial-clients-that-sustainability-is-biggest-investment-opportunity-in-history-en-11638.htm

[3] Harvard, “Deaths from fossil fuel emissions higher than previously thought”, Februar 2021. Abrufbar unter: https://www.seas.harvard.edu/news/2021/02/deaths-fossil-fuel-emissions-higher-previously-thought

[4] UN, “Soil pollution a risk to our health and food security”, Dezember 2020. Abrufbar unter: https://www.unep.org/news-and-stories/story/soil-pollution-risk-our-health-and-food-security

[5] WHO, “1 in 3 people globally do not have access to safe drinking water – UNICEF, WHO”, Juni 2019. Abrufbar unter: https://www.who.int/news/item/18-06-2019-1-in-3-people-globally-do-not-have-access-to-safe-drinking-water-unicef-who

[6] ebd.

[7] OECD, “OECD work in support of a sustainable ocean”, June 2020. Available at: https://www.oecd.org/ocean/OECD-work-in-support-of-a-sustainable-ocean.pdf

[8] European Commission, “WWF Living Planet Report 2020 reveals 68% drop in wildlife populations”, 2020. Abrufbar unter: https://ec.europa.eu/jrc/en/science-update/wwf-living-planet-report-2020-reveals-68-drop-wildlife-populations

[9] SCA, “Delivering biodiversity conservation”, März 2021. Abrufbar unter: https://www.sca.com/globalassets/sca/hallbarhet/2021/delivering-biodiversity-conservation-v2021-03-16_en_rev.pdf

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