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Digitale Geldbörsen revolutionieren Verbraucherzahlungen

AUSGEWÄHLTER ARTIKEL

2020 – das “Corona-Jahr” – war für die digitalen Geldbörsen ein wahrer Meilenstein. Verantwortlich dafür war zu einem großen Teil das Corona-Virus, dessen Auswirkungen für eine deutliche Abnahme des bisherigen Gebrauchs von Bargeld sorgten. Dies lässt sich durch den erschwerten Zugang zu Geldautomaten, ausgelöst durch zahlreiche Lockdowns, sowie die Angst vor Virenübertragung erklären. Der Komfort und die Sicherheit, die mit der Methode des kontaktlosen Bezahlens einher gehen, stellen die Hauptmotivation für die zunehmende Nutzung digitaler Geldbörsen für Einkäufe in Geschäften und im Internet dar.

Mit dem Aufschwung des Online-Handels nahm die Nutzung digitaler Geldbörsen für Online-Einkäufe sowohl bei hohen als auch bei niedrigen Beträgen zu, im gleichen Zuge ging die Nutzung von Zahlungen per Nachname deutlich zurück. Eine digitale von Euromonitor durchgeführte Umfrage unter dem Titel „Voice of the Consumer“, die im März 2021 durchgeführt wurde, ergab, dass diese Entwicklung vor allem im asiatisch-pazifischen Raum, in Nordamerika sowie im Nahen Osten und in Afrika zu beobachten war. Außerdem ließ sich feststellen, dass in den letzten 12 Monaten weltweit fast zwei Drittel der digitalen Verbraucher eine digitale Brieftasche genutzt hatten – sowohl im phyischen Handel als auch online.

Unkonventionelle Unternehmen dominieren, da die Regierungen den digitalen Zahlungsverkehr beschleunigen wollen

Bereits vor Beginn der COVID-19-Krise arbeiteten Regierungen aktiv an der Förderung eines Marktumfelds und einer digitalen Infrastruktur, um die finanzielle Inklusion und eine bargeldlose Gesellschaft zu beschleunigen bzw. zu verwirklichen. Diese Bemühungen wurden während der Pandemie nochmals verstärkt. Infolgedessen arbeiten die Regierungen eng mit Banken und Fintech-Unternehmen aus dem Privatsektor zusammen.

Die Banken, die die traditionelle und dominierende Gruppe an Playern in der Finanzdienstleistungsbranche darstellen, waren bei ihren Plänen, die digitale Transformation zu verwirklichen, unterschiedlich erfolgreich. Die meisten konzentrierten sich auf Online-Banking und digitalisierten ihre Online-Dienste nur für die wichtigsten Formen der Transaktionen.  Überraschenderweise wurde dieses Angebot auf unterschiedlichen Märkten verschieden stark angenommen: In den USA, wo 2020 90 Prozent der Bevölkerung das Internet nutzen, nutzten 80 % der Bevölkerung Online-Banking. In China hingegen, wo 65 Prozent der Bevölkerung online waren, lag die Verbreitung des Online-Banking bei unter 20 Prozent.

Während die Banken ihre Systeme und Dienstleistungen also nur unzureichend modernisierten, waren private Unternehmen und Telekommunikationsdienstleister führend in der Neugestaltung der Zahlungsindustrie. Diese Entwicklung führte zu einer Verschiebung des Gleichgewichts am Markt, in dem gerade unkonventionelle Player für Innovationen in der Branche der digitalen Geldbörsen verantwortlich waren.  

 

Banken profitieren vom Vertrauensvorschuss

Obwohl die Banken im Bereich der digitalen Geldbörsen nicht die Innovationstreiber sind, behalten sie signifikante Marktmacht, da die Kunden den Banken nach wie vor ihr Vermögen anvertrauen. Dies spiegelt sich auch im Vertrauen der Verbraucher in der Tätigung von Zahlungen wider. Fast 74 Prozent aller Online-Kunden gaben in der Euromonitor-Umfrage an, dass sie ihrer derzeitigen Bank am meisten vertrauen, wenn es um die Aufbewahrung von Geld geht – dicht gefolgt von Zahlungsplattformen von Drittanbietern wie PayPal und Alipay, so die Ergebnisse der Umfrage „Voice of the Consumer von Euromonitor International: Digital Survey“. Bei der Frage von Vertrauen bei Zahlungen folgen auf Banken internationale Kartenanbieter wie Visa und Mastercard, gefolgt von Drittanbieter-Zahlungsplattformen.

Voranschreitende Wettbewerbslandschaft für digitale Geldbörsen 

Die globale Wettbewerbslandschaft für digitale Geldbörsen zeichnet sich durch die starke Präsenz sowohl globaler als auch regionaler Unternehmen aus. Während es sich bei den meisten globalen Akteuren um Technologieunternehmen und Drittanbieter-Zahlungsplattformen wie Alipay und PayPal handelt, werden die regionalen Firmen von führenden nationalen Unternehmen, vor allem Banken und Mobilfunknetzbetreibern, unterstützt.

Weltweit tätige Anbieter digitaler Geldbörsen wie Apple (Apple Pay) und Google (Google Pay) profitieren von einem großen Kundenkreis, dem Vertrauen der Kunden sowie der größeren Bereitschaft von Banken und Händlern, Partnerschaften mit ihnen einzugehen. Sie profitieren darüber hinaus davon, dass sehr viele Kunden Mobilgeräte und Technik von ihnen nutzen. Allerdings schränken Vorschriften in bestimmten Märkten die Marktdurchdringung und Akzeptanz der Händler ein, während globale Geldbörsen in anderen Märkten mit hohen Transaktionsgebühren für Händlerpartnerschaften verbunden sind. Regionale Anbieter wie Swish aus Schweden und Mada Pay aus Saudi-Arabien werden häufig von den Regierungen dieser Länder oder einer Konsortialbank unterstützt. Nationale und regionale Eigentümerschaften erleichtern die Lokalisierung und die Regulierungsverfahren. Nationale Telekommunikationsdienste erleichtern auch die Nutzung digitaler Geldbörsen für Verbraucher ohne Bankkonten und unterstützen durch die Förderung von Peer-to-Peer-Direktzahlungen und -Überweisungen lokale Händler-Ökosysteme.

 

Fortschrittliche Anwendungsfälle, technische Ausgereiftheit und größeres Vertrauen in die Sicherheit werden die Nutzung digitaler Geldbörsen in Zukunft vorantreiben

Trotz oder gerade aufgrund der Vielzahl von Akteuren und verschiedener Unternehmen sind auf dem Markt der digitalen Geldbörsen eindeutige Lücken entstanden. Diese Marktlücken bieten Akteuren jedoch vorzügliche Möglichkeiten, mit ihren Produkten Anwendungsfälle weiterzuentwickeln und Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Im Folgenden identifizieren wir fünf Schlüsselbereiche, auf die sich Anbieter digitale Geldbörsen weltweit konzentrieren sollten.

Die digitale Börse wird auch in der Zukunft große technische Fortschritte erleben, wobei die untenstehende Grafik die fünf größten, zu erwartenden Trends zeigt. Diese werden sich in Zusammenarbeit mit Händlern verschiedener Segmente ergeben, die Anbieter eingehen werden, um Zahlungen bequemer und universeller zu machen.

Eine Priorität wird nach wie vor in der Verbesserung der Sicherheit liegen – schließlich geben nach der Euromonitor-Umfrage drei Viertel der Online-Verbraucher an, dass die Sicherheit das wichtigste Merkmal sei, um die Einführung und Nutzung digitaler Geldbörsen in Zukunft zu fördern.

 

Dieses Feature stammt von Euromonitor. Rize ETF Ltd gibt keinerlei Zusicherungen oder Gewährleistungen, weder ausdrücklich noch stillschweigend, hinsichtlich der Vollständigkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit oder Eignung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen.

 

Verwandter ETF

PMNTRize Digital Payments Economy UCITS ETF

 

Quellen

Euromonitor International, “Digital Wallets Emerging as Strong Disruptor to Consumer Payments”. Available at: https://www.euromonitor.com/article/digital-wallets-emerging-as-strong-disruptor-to-consumer-payments

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