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          Nachhaltigkeit bei der Haustiernahrung – eine Übersicht

          AUSGEWÄHLTER ARTIKEL

          Herausforderungen und Chancen durch nachhaltige Inhaltsstoffe 

          In den letzten Jahren standen die Trends bei den Zutaten für Haustiernahrung in direktem Widerspruch zur Nachhaltigkeit. Die Vorstellung, dass Haustiere Fleisch essen müssen, da sie es auch in freier Wildbahn fressen würden, ist unter Tierhaltern weit verbreitet. Dadurch stieg die Nachfrage nach fleischreichen Tiernahrungsrezepturen, die als “Ur-Nahrung” vermarktet werden, was den Kohlenstoff-Fußabdruck der Branche erheblich vergrößert hat. Darüber hinaus ist die relativ nachhaltige Praxis der Herstellung von Haustierfutter, aus weggeworfenen Nebenprodukten der Fleischverarbeitung, in Ungnade gefallen, da die Besitzer Fleisch in Menschenqualität als Hauptzutat verlangen.

          Gleichzeitig machen sich Haustierbesitzer jedoch zunehmend Gedanken über die Zukunft unseres Planeten und nehmen nachhaltige Veränderungen im Tagesablauf ihrer Haustiere vor. Daten aus der Global Lifestyles Survey von Euromonitor International zeigen, dass diese Umweltbedenken bei Haustierbesitzern deutlich ausgeprägter sind als bei Nicht-Tierbesitzern. Fast 70 Prozent der weltweiten Haustierbesitzer geben an, dass sie sich “Sorgen um den Klimawandel machen” und “versuchen, durch [ihr] tägliches Handeln einen positiven Einfluss auf die Umwelt zu nehmen”, was auf eine potenzielle Wachstumschance für Haustierfutter aus nachhaltigen Zutaten hindeutet.

          Nachhaltige Zutaten: Biologisch und pflanzlich

          Wenn es um nachhaltige Inhaltsstoffe geht, stoßen Bio und pflanzliche Inhaltsstoffe auf das größte Interesse bei Verbrauchern.

          Bio ist bereits die häufigste Produktauslobung bei Haustiernahrung und macht 2 Prozent aller, von Euromonitor International’s Product Claims Positioning System erfassten, Haustiernahrungs-SKUs aus. Es wird erwartet, dass Bio-Haustiernahrung noch weiterwachsen wird. Obwohl sich das Wachstum im Jahr 2021 als Reaktion auf den starken Anstieg im Jahr 2020 verlangsamte, wird erwartet, dass sich die Nachfrage nach verpackter Bio-Nahrung im Prognosezeitraum wieder stabilisieren wird. Die steigende Zahl gesundheitsbewusster und umweltbewusster Verbraucher unterstützt diesen Vorgang und wirkt sich auch auf den Haustierfuttermarkt aus. Außerdem werden ökologische Produkte immer leichter zugänglich. Kleine Premium-Marken dominieren derzeit den Markt, als Reaktion auf die wachsende Nachfrage bringen die größten Akteure der Branche, darunter Nestlé Purina, Bio-Produktlinien auf den Markt, wobei letztere “Beyond Organic” einführt. Auch die Zahl der Bio-Eigenmarkenprodukte wie Zooplus BIO nimmt zu, was die Nachfrage nach Bio-Tierfutter weiter ankurbeln dürfte.

          Trotz ihres geringen Anteils im Vergleich zu Bio-Angaben, der weniger als ein Prozent der gesamten SKUs ausmacht, haben pflanzliche Produkte, angesichts der starken Zunahme des Flexitarismus, ein erhebliches Wachstumspotenzial. Während die Zahl der veganen oder vegetarischen Verbraucher weltweit gering ist, ist die Zahl der Verbraucher, die versuchen, ihren Konsum von tierischen Produkten einzuschränken, viel bedeutender – bei Fleisch sind es bereits mehr als 20 Prozent weltweit. Darüber hinaus entscheiden sich Haustierbesitzer immer häufiger für eine vegane, vegetarische oder flexible Ernährung. Dieser Trend bei den Haustierhaltern wird sich wahrscheinlich auch in den Produkten widerspiegeln, die sie für ihre Haustiere wählen.

          Die großen Akteure haben die enormen Wachstumschancen erkannt und drängen ebenfalls in diesen Bereich, darunter das Unternehmen Mars, dass 2021 eine neue Marke namens KARMA auf den Markt bringt, ein Hundefutter mit pflanzlichen Superfoods als Hauptzutat. Neue Innovationen wie Insektenproteine oder im Labor gezüchtetes Fleisch sind ebenfalls auf dem Vormarsch und verdeutlichen das künftige Potenzial der Produktentwicklung mit alternativen Proteinquellen für die Haustierhaltung.

           

          Ein Blick in die Zukunft

          Der Trend zu fleischreicher, traditioneller Nahrung für Haustiere, der die Branche in die entgegengesetzte Richtung und von der Nachhaltigkeit wegführt, wird in naher Zukunft wohl kaum verschwinden. Tierhalter suchen jedoch zunehmend nach Produkten, die ihrer Meinung nach nicht nur besser für sie selbst und ihre Haustiere sind, sondern auch für den Planeten, was ein enormes Wachstumspotenzial für nachhaltigere und gesündere Zutaten für Haustiernahrung aufzeigt. Unternehmen, die in dieses neue Wachstumsfeld investieren, dürften im Prognosezeitraum gute Ergebnisse erzielen.

           

          Dieses Feature stammt von Euromonitor. Rize ETF Ltd gibt keinerlei Zusicherungen oder Gewährleistungen, weder ausdrücklich noch stillschweigend, hinsichtlich der Vollständigkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit oder Eignung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen.

           

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          KATZRize Pet Care UCITS ETF

           

          Quellen

          Euromonitor International, “Sustainable Ingredients in Pet Care”, March 2022. Available at: https://www.euromonitor.com/article/sustainable-ingredients-in-pet-care

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