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      Geht Der Kauf

          Wie das richtige Investment zur Ernährung von acht Milliarden Menschen beitragen kann

          Bedingt durch die Komplexität unseres (belasteten) Ernährungssystems bringen gewagte und unverblümte Versuche der Veränderung oft nicht die gewünschten Ergebnisse. Doch menschlicher Einfallsreichtum und Investitionen in die richtigen, zukunftsorientierten Unternehmen können eine optimistischere Zukunft für unseren Planeten bedeuten.

          Eine globale Nahrungsmittelkrise zeichnet sich ab. Das Tauziehen zwischen der Ernährung unserer wachsenden Weltbevölkerung und der dringenden Notwendigkeit, den menschlichen, negativen Einfluss auf den Planeten zu reduzieren, verschärft sich.

          Vor dem Hintergrund konfliktbedingter Nahrungsmittelknappheit, steigender Preise und extremer Wetterereignisse, die Ernten vernichten, ist es nicht verwunderlich, dass lebensmittelbedingte Probleme in vielen Regionen zum bestimmenden Thema werden.

          In der vergangenen Woche protestierten niederländische Bauern gegen einen neuen Aktionsplan der Regierung die Stickstoffemissionen (sprich: Ammoniak) aus der Landwirtschaft drastisch zu reduzieren. Aber was ist Ammoniak und warum wird es ins Visier genommen?

          Ammoniak ist der am häufigsten verwendete Dünger der Welt. Zudem ist es weitgehend synthetisch und rund 2 Prozent der weltweiten Energie wird für die Herstellung von Ammoniak verwendet. [1] 85 Prozent des hergestellten Ammoniaks fließt in die Herstellung unserer Nahrung.[2]

          Es wird nach dem Haber-Bosch-Verfahren hergestellt, das im frühen 20. Jahrhundert erfunden wurde. Ohne Ammoniak wären wir nicht in der Lage, die Nahrung anzubauen, die wir Menschen brauchen. Die Biokapazität der Erde reicht nämlich nur aus, um etwa vier Milliarden Menschen pro Jahr zu ernähren, während die derzeitige Weltbevölkerung fast acht Milliarden Menschen umfasst. [3] Kurz gesagt, wir brauchen Ammoniak.

          Bei Ammoniak gibt es jedoch ein Problem: Sobald es zu lange im Boden verbleibt, verflüchtigt es sich, verbindet sich mit Sauerstoff und verwandelt sich in Lachgas, ein Treibhausgas, das 300-mal aggressiver als CO2[4] ist. Es bleibt zudem deutlich länger in der Luft, absorbiert mehr Wärme und trägt so zur globalen Erwärmung bei. Im Falle der Niederlande (dem weltweit drittgrößten Exporteur von Milchprodukten) ist die Hauptquelle des Ammoniaks die Rinderhaltung und nicht der Dünger. [5] Viele Kühe auf engem Raum – das unausweichliche Nebenprodukt ist ammoniakhaltiger Urin. Anderer Ursprung, gleiches Problem.

          Abgesehen von der Voreiligkeit der Entscheidung der niederländischen Regierung – vom Fehlen von Warnhinweisen bis hin zur Nichtberücksichtigung der Tatsache, dass dies die Existenzgrundlage von Landwirten in Gefahr bringt, und dem Verzicht auf ein schrittweises Vorgehen – glauben wir, dass diese Ereignisse die Diskussion über Lebensmittel in Europa vorantreiben werden.

          Das birgt Hoffnung. Denn wir müssen dringend etwas gegen die negativen externen Effekte von Lebensmitteln in Europa unternehmen.

          Unser Fokus auf die nachhaltige Zukunft der Ernährung basiert auf unserer Überzeugung, dass Menschen negative externe Effekte von Lebensmitteln mithilfe von Technologie angehen können. So wie die menschliche Innovation uns im 20. Jahrhundert mit dem Haber-Bosch-Verfahren geholfen hat, die Welt zu ernähren, glauben wir, dass der menschliche Einfallsreichtum auch dieses Mal siegen und uns die Technologien liefern wird, mit denen wir die heutigen Herausforderungen im Lebensmittelbereich bewältigen können.

          Bereits jetzt gibt es börsennotierte Unternehmen auf der ganzen Welt, die alle Arten von unglaublichen Technologien entwickeln, von (1) der direkten Stickstofffixierung in Nutzpflanzen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroben über (2) den Einsatz von Bodensensoren zum Verständnis der Variabilität des Stickstoffgehalts im Boden bis hin zum (3) Anbau wichtiger kalorienproduzierender Lebensmittel in Bioreaktoren und anderen kontrollierten Umgebungen (ganz im Gegensatz zum üblichen Boden).

          All diese Ideen stimmen uns sehr optimistisch. Wir sind zuversichtlich, dass aus der heutigen Krise neue Wege hervorgehen werden, um unser Ernährungssystem widerstandsfähiger und nachhaltiger sowie anpassungsfähiger und innovativer zu machen.

           

          Verwandter ETF

          RIZF: Rize Sustainable Future of Food UCITS ETF

           

          Verweise:

          [1] Science, “Ammonia—a renewable fuel made from sun, air, and water—could power the globe without carbon”, July 2018. Available at: https://www.science.org/content/article/ammonia-renewable-fuel-made-sun-air-and-water-could-power-globe-without-carbon

          [2] Johnson Matthey Technology Review, “Ammonia and the Fertiliser Industry: The Development of Ammonia at Billingham”, 2018. Available at: https://www.technology.matthey.com/article/62/1/32-47

          [3] Thomas Hager (Author), The Alchemy of Air, Introduction, page xiii, 2008.

          [4] Inside Climate News, “What Is Nitrous Oxide and Why Is It a Climate Threat?”, September 2019. Available at: https://insideclimatenews.org/news/11092019/nitrous-oxide-climate-pollutant-explainer-greenhouse-gas-agriculture-livestock/

          [5] Darigold, “Third largest dairy producing country embraces sustainability”, July 2021. Available at: https://www.darigold.com/third-largest-dairy-producing-country-sustainability/

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