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          COP27: Die Neuinterpretation von “Adel verpflichtet”?

          AUSGEWÄHLTER ARTIKEL

          Die COP27 – die diesjährige UN-Klimakonferenz – ist eine Gelegenheit für die Staaten und ihre Delegationen, sich zu treffen und Vorschläge zur Verlangsamung des Klimawandels zu machen. Der diesjährige Kongress der Vertragsparteien (COP) zeichnet sich dadurch aus, dass er als einer der wenigen in einem afrikanischen Land abgehalten wird. Dies ist insofern passend, als die diesjährige Tagesordnung einen verstärkten Fokus auf “Verlust und Schaden” vorsieht.

           

          Was sind Verluste und Schäden der COP?

          “Verlust und Schaden”, auch bekannt als Klimakompensation, ist die Vorstellung, dass die Treibhausgasemissionen der wohlhabenderen Länder für irreparable Schäden an den Ökosystemen der Entwicklungsländer verantwortlich sind und diese Länder entschädigt werden sollten.

           

          Warum sollten Wohlhabende entschädigen?

          Das Konzept, dass wohlhabende Personen den Großteil der Verantwortung für die heutige Klimakrise tragen sollten, ist nicht neu und sollte nicht umstritten sein. Schließlich veröffentlicht das World Inequality Lab seit 1990 Daten, aus denen hervorgeht, dass das nach Wohlstand oberste Prozent der Bevölkerung fast 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen verursacht. Fast die Hälfte aller Emissionen ist auf ein Zehntel der Weltbevölkerung zurückzuführen. Ein winziger Teil der Bevölkerung – lediglich ein Hundertstel (77 Millionen Menschen) emittiert rund 50 Prozent mehr als die gesamte untere Hälfte der Bevölkerung (3,8 Milliarden Menschen).

          Und damit nicht genug: 50 bis 70 Prozent der Emissionen reicher Menschen sind auf ihre Investitionen zurückzuführen. Eine kürzlich durchgeführte Analyse der Investitionen der 125 reichsten Milliardäre der Welt zeigt, dass diese Kohorte im Durchschnitt für 3 Millionen Tonnen pro Jahr verantwortlich ist. Das ist eine Millionen Mal mehr als der Durchschnittswert der unteren 90 Prozent der Weltbevölkerung.  Noch schlimmer ist, dass diese Investoren dazu neigen, einen übergroßen Teil ihres Kapitals in umweltschädliche Industrien, wie zum Beispiel fossile Brennstoffe zu investieren.

           

          Welchen Beitrag können Investoren leisten?

          Die gute Nachricht bei der Sache ist, dass die Umschichtung von Kapital weg von schmutzigen Investitionen sowohl wünschenswert als auch profitabel ist. In einer kürzlich von der Internationalen Energieagentur IEA durchgeführten Studie wurde die Performance eines globalen Portfolios börsennotierter Unternehmen aus dem Bereich der fossilen Brennstoffe mit dem aus erneuerbaren Energien verglichen: Portfolios aus dem Bereich der erneuerbaren Energien haben in den letzten fünf und zehn Jahren im Durchschnitt bessere risikobereinigte Renditen erzielt als Portfolios aus dem Bereich der fossilen Brennstoffe.

          Global Markets Portfolio 10-Year Monthly Returns. Renewable Power vs. Fossil Fuel

          Wir begrüßen die Bemühungen der politischen Entscheidungsträger auf der COP27, aber es ist dringend notwendig, die immense Rolle des Privatsektors anzuerkennen: Keine Regierung der Welt hat genug Geld, um die Klimakrise zu lösen oder die Energiewende zu vollenden. Investoren müssen Verantwortung übernehmen und spielen eine entscheidende Rolle, indem sie ihr Kapital in Lösungen für den Klimawandel lenken.

           

          Dieses Feature stammt von Sustainable Market Strategies. Rize ETF Ltd gibt keinerlei Zusicherungen oder Gewährleistungen, weder ausdrücklich noch stillschweigend, hinsichtlich der Vollständigkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit oder Eignung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen.

           

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