fbpx
      Geht Der Kauf

          Zwei Vorreiter der digitalen Zahlungsrevolution

          Der Sektor des weltweiten Zahlungsverkehrs befindet sich in einem beispiellosen, systemweiten Umbruch. Und wie fast immer ist die Technologie der Haupttreiber dieser Entwicklung.

          Die Coronavirus-Pandemie beschleunigte die weltweite Verlagerung hin sogenannten „Jederzeit und überall“-Zahlungen („Anytime, Anywhere Payments“) – eine Verlagerung, die sich bereits im Lichte des weltweiten E-Commerce-Booms abzeichnete. Mehr Menschen als je zuvor nehmen heute transparente Bezahlverfahren an, die durch Smartphones und “Always on”-Internetverbindungen zugänglich sind. 

          Das Volumen globaler, digitaler Zahlungstransaktionen stieg von 3,4 Billionen US-Dollar im Jahr 2017 auf 7,5 Billionen US-Dollar bis Ende 2021. Statista prognostiziert nun, dass derselbe Wert bis 2026 um weitere 12,8 Prozent auf einen geschätzten Gesamtwert von 15,8 Billionen US-Dollar ansteigen wird.[1] 

          Dieser digitale Wandel ergibt sich aus der Tatsache, dass die zugrundeliegenden Zahlungssysteme effizienter sind als jene, die derzeit noch in westlichen Volkswirtschaften vorherrschend sind. Systeme, die seit vielen Jahrzehnten bestehen und dennoch unnötig komplex und vielschichtig sind, was sowohl für Händler als auch für Verbraucher zu hohen Kosten führt. Systeme, die so verteilt sind, dass sie nicht den Kunden, sondern den großen, etablierten Bankenmonopolen nützen. 

          In der Zukunft wird ein neues System die westliche Gesellschaft durchdringen; ein System, das das Kundenerlebnis verbessert und ein Gerät nutzt, das wir alle haben: das Smartphone. Diese “digitalen Geldbörsen” der Zukunft werden die gesamte Zahlungsinfrastruktur, die heute separat existiert, in ein “geschlossenes System” einbetten, das nicht nur billiger, flexibler und transparenter, sondern auch praktischer, sicherer und geschützter sein wird.

          Die Digitalisierung unseres Zahlungssystems wird durch den Wunsch der digital vernetzten Verbraucher von heute nach unkomplizierten Transaktionen unterstützt. Schließlich haben diese sich an diese Art von Prozessen in fast allen anderen Bereichen ihres Lebens gewöhnt.

          Die Einführung neuer Zahlungsarten wie “Buy Now Pay Later” (die Kunden flexiblere Kreditoptionen für Online-Einkäufe ermöglichen) und sogenannter „invisible Payments“, bei denen Verbraucher Waren im Geschäft ohne die Benutzung eines Kassenschalters erwerben, sind daher attraktiv. Das Modell ist auch auf neue Bereiche wie digitale Währungen erweiterbar, wo immer mehr digitale Varianten des Geldes auf dem Vormarsch sind.

          Doch auch wenn die Umstellung von Bargeld und Krediten auf wirklich mobile Zahlungsmittel bereits in vollem Gange ist, liegt noch ein langer Weg vor uns, bis dieses strukturelle Thema seine volle Reife erreicht hat:

          Nur 26 Prozent der Erwachsenen in den USA und 27 Prozent im Vereinigten Königreich werden in diesem Jahr ihr Smartphone zur Bezahlung an einem Point-of-Sale-Terminal benutzen. In China sind es hingegen bereits 40 Prozent – und Zahlungssysteme wie AliPay und WeChat sind im Reich der Mitte bereits zur Norm geworden. Erwartungen zufolge wird der Westen jedoch deutlich aufholen – und das ist bereits sichtbar[2].

          Mehr als 45 Prozent der Verbraucher planen, in den nächsten ein bis zwei Jahren Kryptowährungen und sogenannte unsichtbare Zahlungssysteme („Invisible Payment“) zu nutzen[3]. Das bedeutet einen enormen Sprung im Vergleich zu heute, denn aktuell werden beide Systeme nur von je weniger als 10 Prozent der Verbraucher genutzt.[4]

          Hinzu kommt die Tatsache, dass fast ein Drittel der Erwachsenen weltweit – etwa 1,7 Milliarden Menschen – noch kein Bankkonto haben[5]. Dies stellt einen riesigen, ungenutzten Markt dar, der darauf wartet, nicht nur für digitale Zahlungen, sondern auch für digitale Währungen erschlossen zu werden.

          Die gute Nachricht für Anleger: Die langfristige Wachstumsstory des digitalen Zahlungsverkehrs führt wahrscheinlich zu Innovationen. Unser Anlagethema umfasst derzeit 69 Unternehmen in fünf Untersektoren: Kartenzahlungsnetzwerke, Zahlungsabwickler, Zahlungsinfrastrukturanbieter, Anbieter von Zahlungsdiensten und -lösungen sowie Pioniere im Bereich digitale/Kryptowährungen. 

          All diese Unternehmen sind führend und innovativ und treiben den Übergang zur digitalen Zahlungswirtschaft von morgen voran. Innovation ist der Kern dieser Geschäftsmodelle. Zwei davon verkörpern diese Innovation auf besondere Weise.

          1) Visa

          Ausgerechnet den Zahlungs-Giganten Visa in einem Artikel zu zitieren, der sich mit dem Wandel des Zahlungsverkehrs befasst, mag auf den ersten Blick überraschen. Immerhin ist das Unternehmen der Betreiber eines der drei größten Kartenzahlungsnetze der Welt und existiert schon seit langem.

          Das wirklich Spannende an Visa ist jedoch, dass das Unternehmen die Digitalisierungswelle, die seinen Sektor überschwemmt, wirklich verinnerlicht. 

          So hat sich das Unternehmen einen wirtschaftlichen Vorteil verschafft, indem es seine Position als traditioneller, etablierter Akteur nutzte, um mit Unternehmen aus dem Bereich der modernen Zahlungen und Kryptowährungen zusammenzuarbeiten. Dies reicht von Partnerschaften mit dem Kreditkartenunternehmen Deserve und dem Kryptowährungsanbieter BlockFi bis hin zur Übernahme der Open-Banking-Plattform Tink und CurrencyCloud[6] [7] [8], einem Anbieter für grenzüberschreitende Zahlungen.

          Mit einem M&A-lastigen Ansatz ist es dem Unternehmen also gelungen, sich in einer Zeit über Wasser zu halten, in der es durchaus Gefahr gelaufen wäre, unterzugehen.

          Nehmen Sie zum Beispiel die jüngsten Ergebnisse des dritten Quartals 2022: Das Unternehmen verzeichnete bei allen traditionellen Kennzahlen ein Wachstum. Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 7,3 Mrd. US-Dollar und der Nettogewinn um fast ein Drittel auf 3,4 Milliarden US-Dollar – eine beachtliche Gewinnspanne – und beide Werte übertrafen zudem die Prognosen der Analysten.[9] 

          Aber auch hinsichtlich der branchenspezifischen Schlüsselindikatoren für den Zahlungsverkehr verzeichnete der Zahlungskonzern Verbesserungen: Das Zahlungsvolumen, das gesamte grenzüberschreitende Volumen und die verarbeiteten Transaktionen stiegen deutlich an.

          1) Marqeta

          Das Fintech-Startup Marqeta mag weniger bekannt sein, aber seine Rolle als Zahlungsabwickler macht es zu einem entscheidenden Wegbereiter der digitalen Zahlungsrevolution.

          So bietet Marqeta die weltweit erste moderne Open-API-Plattform für die Kartenausgabe an. Mit anderen Worten ausgedrückt ermöglicht Marqeta seinen Kunden, Karten in physischen und virtuellen Formaten auszugeben und gleichzeitig Kartenzahlungen über seine Plattform abzuwickeln.

          Die Technologie von Marqeta ermöglicht eine End-to-End-Integration über alle möglichen unterschiedlichen Plattformen und Zahlungsdienste hinweg. Dadurch ist das Unternehmen in der Lage, viel effektiver zu kommunizieren und seinen Kunden einen besseren Service zu bieten.

          Das Fintech hat sich bereits mit dem Buy-Now-Pay-Later-Riesen Klarna zusammengetan, um diesem die Technologie zur Verfügung zu stellen, die es ihm ermöglicht, seinen gesamten Transaktionsfluss zu kontrollieren – von der Kartenausgabe über die Autorisierung von Transaktionen bis hin zur Finanzierung in Echtzeit.[10]

          Zudem ging Margenta kürzlich eine Partnerschaft mit Western Union ein, um ein digitales Echtzeit-Mehrwährungs-Wallet und eine Bankplattform zu betreiben, die es ermöglicht, vollständige Überweisungsdienste online anzubieten, wobei die Gelder auf eine physische oder virtuelle Karte ausgezahlt werden.[11] 

           

          Was vor uns liegt

          Dies sind nur zwei Beispiele für Unternehmen, die die Revolution im digitalen Zahlungsverkehr vorantreiben. Wie bei jedem Trend werden die größten Gewinne in der Regel von denjenigen erzielt, die frühzeitig investieren. Da die Technologie des digitalen Zahlungsverkehrs mit jedem Tag mehr zum Mainstream wird, könnte jetzt ein hervorragender Zeitpunkt sein, um in dieses globale Thema einzusteigen.

           

          Verwandter ETF

          PMNTRize Digital Payments Economy UCITS ETF

           

          Quellen:

          [1] Statista Digital Payments Outlook 2022. Aufrufbar unter: www.statista.com

          [2] Ebd.

          [3] Cryptonews, “Almost 1 in 2 Respondents Plan Use Crypto For Payments In 2 Years – Survey”, Oktober 2021. Aufrufbar unter: https://cryptonews.com/news/almost-1-in-2-respondents-plan-use-crypto-for-payments-in-2-years-survey.htm

          [4] Ebd.

          [5] Forbes, “1.7 Billion Adults Worldwide Do Not Have Access To A Bank Account”, September 2018. Aufrufbar unter: https://www.forbes.com/sites/niallmccarthy/2018/06/08/1-7-billion-adults-worldwide-do-not-have-access-to-a-bank-account-infographic/?sh=3a61b0a64b01

          [6] Bloomberg, “Visa Bets on Deserve After BlockFi Crypto Credit Card Success”, Oktober 2021. Aufrufbar unter: https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-10-27/visa-bets-on-deserve-after-blockfi-crypto-credit-card-success

          [7] VISA, “Visa Completes Acquisition of Tink”, Oktober 2022. Aufrufbar unter: https://investor.visa.com/news/news-details/2022/Visa-Completes-Acquisition-of-Tink/default.aspx

          [8] CryptoPotato, “Visa Acquires Ripple Partner CurrencyCloud for $925 Million”, Dezember 2021. Aufrufbar unter: https://cryptopotato.com/visa-acquires-ripple-partner-currencycloud-for-925-million/

          [9] VISA, “Visa Inc. Reports Fiscal Third Quarter 2022 Results”, Juli 2022. Aufrufbar unter: https://s1.q4cdn.com/050606653/files/doc_financials/2022/q3/Q3-2022-Earnings-Release.pdf

          [10] Marqeta, ”Marqeta powers new Klarna Card”, Juni 2022. Aufrufbar unter: https://www.marqeta.com/blog/2022/06/02/klarna-card  

          [11] Marqeta, ”Marqeta partners with Western Union in Europe”, Juni 2022. Aufrufbar unter: https://www.marqeta.com/blog/2022/06/06/western-union

          • 1
          • 2
          • 3

          Select Your Country

          United Kingdom
          Germany
          Italy
          Switzerland
          Austria
          Denmark
          Finland
          Ireland
          Luxembourg
          Netherlands
          Norway
          Spain
          Sweden

          Select Your Investor Type

          ======